Blossom ist ein Beispiel für die Nachverdichtung einer gewachsenen Siedlung mittels eines freistehenden Neubaus. Das Grundstück wurde bereits von der Bauherrschaft bewohnt, zur Straße hin sollte ein vermietbarer Neubau entstehen.
Der Entwurf war bestimmt von der Beschäftigung mit der Frage, wie Wohnen auf kleinem Raum beschützt und geborgen aussehen kann und dabei Weite und Klarheit im Innern erzielt werden. Die typologische Auseinandersetzung ergab zwei nebeneinander liegende vertikal organisierte Wohneinheiten mit der Qualität einer eigenen Haustür.
Der Baukörper ist geprägt von klar ablesbaren Elementen in Stahl, Holz und Beton in der entsprechenden Fügung. Die Oberflächen der konstruktiven Elemente zeigen ihre Materialiät.
Die Schottenbauweise auf einem Sockel drückt sich nach aussen aus und wird überlagert von horizontalen Elementen. Diese nutzen nach oben hin auskragend die Lastabtragung über die Schotten.
Im Innern geschieht die räumliche Verbindung aller Geschosse unterstützt von der Lichtführung schon im Eingangsbereich. Der Grundriss ist bestimmt von der Aufgabe zwei Wohneinheiten auf 9x9 Metern ohne Kellergeschoss zu strukturieren.
Die Lager- und Technikräume dienen als Puffer zur Straße und den Parkflächen vor dem Haus. Im Sockelgeschoss befinden sich Bad, Hauswirtschaft und ein Zimmer. Auf der mittleren Ebene liegt der großzügige Wohnbereich mit Küche und Balkon. Weiter oben liegt ein räumliches Refugium welches die Möglichkeiten der Nutzung erweitert. Die Widmung der Bereiche kann von ein oder zwei Bewohnern selbst interpretiert werden, es wird wenig vorgegeben.
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